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Multimeter kaufen – was ist zu beachten? Was ist wichtig?

Multimeter sind aus der heutigen Elektrik und Elektronik als modernes Vielfachmessgerät nicht mehr wegzudenken. Ob Sie nun als Heimwerker Installationen am Eigenheim vornehmen, Ihr Auto reparieren, oder als professionelle Elektrofachkraft arbeiten – das Multimeter gehört stets dazu!

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Benning MM 1-3 Digital-Multimeter Beha-Amprobe AM-535-EUR Digital Multimeter
Modell Fluke 175 Echteffektiv-MultimeterBenning MM 1-3 Digital MultimeterBeha-Amprobe AM-535-EUR Digital Multimeter für ElektroinstallateureEtekcity MSR-R500 Digital MultimeterCrenova MS8233D Digital MultimeterPeakTech 3360 Digital Multimeter
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MessartTrue RMSRMSEcht-Effektivwert (True RMS)---
Grundgenauigkeit0.1%0.5%0.8%---
Farbegelb/schwarzrot / schwarz----
Batterietyp1 x 9V Block (6LR61)2 x 1,5V Micro (LR03/AAA)1 × 9V Block (6F22)---
Betriebstemperatur-10 bis +50 °C0 ... +50 °C----
Messkategorie

CAT III 1000V
CAT IV 600V

CAT II 1000V
CAT III 600V

CAT III 600V

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Schutzart-IP30----
Kalibriert nach-Werksstandard (ohne Zertifikat) ----
Anzeige6.000 Counts2.000 Counts4.000 Counts---
Display-3 1/2-stellig----
Display Typ-LCDLCD---
Displaybeleuchtung--Ja---
Bargraph Anzeige--41 Segmente---
Display Schrifthöhe-16 mm----
Wechselspannungsmessung0,1 mV - 1000 V 0,1 mV - 750 V 0,1 mV - 600 V ---
Gleichspannungsmessung0,1 mV - 1000 V 0,1 mV - 1000 V 0,1 mV - 600 V ---
Wechselstrommessung10 µA - 10 A 1000 µA - 10 A 0,1 µA - 20 A ---
Gleichstrommessung10 µA - 10 A1000 µA - 10 A0,1 µA - 10 A---
Widerstandsmessung0,1 Ω - 50 MΩ0,1 Ω - 20 MΩ0,1 Ω - 40 MΩ---
Kapazitätsmessung1 nF - 10000 µF 0,001 nF - 2000 µF 0,01 nF - 4000 µF ---
Frequenzmessung0,01 Hz - 0,1 MHz 1 Hz - 20 MHz 10 Hz - 10 MHz ---
Temperaturmessung--20 °C bis +800 °C-40°C bis +1000°C---
Berührungslose Spannungsprüfung-1Ja---
Durchgangsprüfung11Ja---
Diodentest11Ja---
Data Hold Speichermodus--Ja---
MIN/MAX/AVG Speichermodus--MIN / MAX---
Relativwertmessung (REL)--Ja---
NCV (Berührungslose Spannungsprüfung)--Ja---
Kontinuität (Durchgangsprüfung)--Ja---
Diodenprüfung--Ja---
Bereichswahl-automatisch----
Auto Power Off (APO)-----
Speicherfunktion-HOLD, MAX/MIN----
Aufstellbügel11Ja---
Taschenlampenfunktion1-Ja---
Zubehör-

Kabel, Battterie, Tasche, Anleitung

----
Gewicht420 g320 g354 g---
Breite90 mm174 mm90 mm---
Höhe185 mm156 mm182 mm---
Tiefe43 mm44 mm45 mm---
Preis

ab 236,57 €

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Was ist ein Multimeter?

Peaktech 3360 Multimeter

Peaktech 3360 Multimeter

In der Messtechnik sind die wichtigsten Messfunktionen die Spannungsmessung (Volt → V), Strommessung (Ampere → A) und Widerstandsmessung (Ohm → Ω). Möchte man nun diese einzelnen Bereiche messen, wird im Prinzip entweder ein Voltmeter zum Messen der Stromspannung, ein Amperemeter zum Messen der Stromstärke oder ein Ohmmeter zum Messen des Widerstandes benötigt.

Ein Multimeter, dessen Begriff sich aus dem lateinischen Wort „multus“ (zu Deutsch: „viel“) sowie dem altgriechischen Wort „métron“ (zu Deutsch: „Werkzeug zum Messen“) ableitet, vereint all dies und wird im Volksmund daher auch gern als Vielfachmessgerät bezeichnet. Je nach Ausstattung gibt es Modelle, die sich ausschließlich auf diese Basisfunktion beschränken, oder eine Vielzahl an weiteren Messfunktionen bietet.

Worauf muss ich beim Multimeter kaufen achten?

Um nun im folgenden auf häufig gestellte Fragen wie „was ist bei einem Multimeter zu beachten?“, „wie funktioniert ein Multimeter?“ oder „was misst ein Multimeter?“ einzugehen, dient uns das Peaktech 3360 zur detailierten Ansicht.

Sicherheit steht an erster Stelle!

Wo es um Sicherheit geht, ist kein Platz für Kompromisse. Oftmals lassen sich Anwender von Billigangeboten verleiten, ohne zu wissen, in welchen Einsatzgebieten es gefahrlos verwendet werden kann, oder ob es von einer seriösen Organisation wie dem TÜV oder VDE überhaupt als sicher eingestuft wurde.

Das Verwenden solcher Billigprodukte kann lebensgefährlich sein. Wenn Sie ein für sich passendes Multimeter kaufen wollen, ist das Thema Sicherheit somit eines der wichtigsten Kriterien und benötigt Ihre volle Aufmerksamkeit. 

 

Was bedeutet die Messkategorie bei einem Multimeter?

Die Messkategorie von einem Multimeter gibt Aufschluss darüber, in welchen Anwendungsbereichen es gefahrlos eingesetzt werden kann. Diese Sicherheitseinstufung wird durch die IEC 61010-1 (Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte) festgelegt und ist für Sie ein ganz entscheidendes Kriterium, wenn Sie ein neues Multimeter kaufen wollen.Abhängig vom Einsatzzweck gibt es vier unterschiedliche Sicherheitseinstufungen. Hierbei wird der Schutz eines Messgerätes vor einer transienten Überspannung durch die Angabe der Messkategorie (Überspannungskategorie) und der Arbeitsspannung (Nennspannung gegen Erde) bestimmt.Achten Sie bei einem Multimeter unbedingt darauf, dass Angaben wie beispielsweise „CAT IV 600 V, CAT III 1.000 V“ deutlich auf dem Gerät zu erkennen sind. Fehlen solche Angaben gänzlich, darf es ausschließlich für Einsatzzwecke der Messkategorie CAT I verwendet werden. Im Umkehrschluss versteht sich, dass die Sicherheitseinstufungen abwärtskompatibel sind. Ein Vielfachmessgerät aus der Messkategorie IV beispielsweise kann gefahrlos für alle Einsatzgebiete von CAT I bis CAT IV verwendet werden.

Messkategorie CAT I

Hierunter fallen alle Messungen an Stromkreisen, die keine direkte Verbindung zum Netz haben (Batteriebetrieb), oder einen eingebauten Sicherheitstransformator besitzen, der die Stromspannung limitiert und dafür sorgt, dass transiente Überspannungen auf einen niedrigen Pegel begrenzt werden.

Geräte der Schutzklasse III (Schutzkleinspannung)

Symbol für Geräte der Schutzklasse 3 - Schutzkleinspannung

Symbol für Geräte der Schutzklasse 3

Die Betriebsspannung bei einer Schutzkleinspannung beträgt maximal 50V Wechselspannung und 120V Gleichspannung. Ziel dieser Sicherheitsmaßnahme ist der Schutz gegen direktes und indirektes Berühren. Solche Schutzkleinspannungsanlagen werden ohne Schutzleiter betrieben und dürfen keine Verbindung mit dem geerdeten Versorgungsnetz des Schutzkleinspannungs-Erzeugers haben. Ebenso dürfen aktive Teile weder geerdet noch mit Teilen höherer Spannung verbunden sein.

Geräte der Schutzklasse III sind beispielsweise:

► Gegensprechanlagen

► Türklingeln

► Laptop-Netzteile

Batteriebetriebene Geräte

Prinzipiell alle Geräte, die von einer Batterie betrieben werden, fallen unter die Messkategorie CAT I. Hierzu zählen beispielsweise:

► Taschenlampen

► Fernbedienungen (z.B. für Ihren Fernseher)

PKW-Elektrik

Ob Sie nun die Lichtmaschine Ihres PKW durchmessen wollen oder beim Einbau einer neuen Musikanlage Prüfmessungen von Nöten sind – all dies fällt ebenfalls unter die Messkategorie CAT I.

Messkategorie CAT II

Anwendungsgebiete dieser Messkategorie sind Messungen an Stromkreisen, die eine direkte Verbindung mittels Stecker mit dem Niederspannungsnetz haben.

Hierzu zählen zum Beispiel:

► Elektrogeräte wie Computer, Drucker, Scanner oder Faxgerät

► Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Staubsauger, Mixer, Wasserkocher, Mikrowelle, Haartrockner oder Bügeleisen

► Elektrowerkzeuge wie Bohrmaschine, Stichsäge, Dremel oder Schleifgerät

Messkategorie CAT III

Steckdose - Messkategorie CAT III

Alle Messungen an fest installierten Geräten der Gebäude- bzw. Hausinstallation, die nicht über steckbare Anschlüsse mit dem Stromnetz verbunden sind, fallen unter die Messkategorie CAT III.

Dazu gehören zum Beispiel:

► Unterverteiler

► Leitungen

► stationäre Verbraucher

► Steckdosen

► Schalter

Messkategorie CAT IV

Messungen an der Quelle der Niederspannungsinstallation gehören letztendlich der Messkategorie IV an.Stromzähler - Messkategorie CAT IV

Hierzu zählen beispielsweise:

► Der Stromzähler

► Der Hauptanschluss

► Niederspannungs-Freileitungen

► Der primäre Überstromschutz (Hauptsicherung)

 

Warum ist eine CE-Kennzeichnung wichtig?

Mit einer CE-Kennzeichnung (Conformité Européenne) erklärt der Hersteller, dass sein Produkt definierten Anforderungen (im Fall von Multimetern zum Beispiel der Niederspannungsrichtlinie und der EMV-Richtlinie) der europäischen Kommission entspricht.

Das ist zwar eine entscheidende Voraussetzung, um ein Gerät in der EU verkaufen zu dürfen, allerdings kein objektives Gütesiegel. Wer ein sicheres Multimeter kaufen möchte, sollte deshalb auf eine objektive Prüfung achten. Diese wird von unabhängigen Instituten vorgenommen und, im Fall eines positiven Ergebnisses, mit einem entsprechenden Siegel bestätigt.

 

Die Multimeter Sicherung

Jedes Multimeter hat einen bestimmten Messbereich, für den es ausgelegt ist. Bei vielen Geräten reicht dieser zum Beispiel bis zu 10 A und 600 V, Präzisions- und Industriemultimeter gibt es auch mit anderen Intervallen. In jedem Fall sind die Bauteile nur bis zu einer bestimmten Grenze ausgelegt, stärkere Impulse und vor allem Dauerbelastungen würden die Elektronik zerstören. Aus diesem Grund sind in Multimetern (wie in vielen Haushaltsgeräten) Sicherungen verbaut. Sie sind so etwas wie die Sollbruchstelle und unterbrechen den Stromfluss, bevor andere Komponenten Schaden nehmen.
Geräteschutz mit Feinsicherungen
Im besonderen Fall von Multimetern werden Feinsicherungen verwendet, die sich allein durch die Größe deutlich von bekannten Sicherungen (oder Überlastungsschaltern) aus dem Stromkasten unterscheiden. Auch sonst haben sie einen speziellen Aufbau.

Bei ihnen handelt es sich um Schmelzsicherungen: In einem Körper aus Keramik oder Glas befindet sich ein Metalldraht, der bei zu hohem Stromfluss nach einer bestimmten Zeit verdampft – in der Folge ist der Stromkreis unterbrochen. Wann dies stattfindet, hängt vor allem von der Dicke und dem Widerstand des Drahtes ab. Dadurch sind die Hersteller in der Lage, Feinsicherungen zu produzieren, die definierte Eigenschaften sehr genau erfüllen.
Zu den steuerbaren Einflussgrößen gehören die Ausschaltecharakteristik, das Ausschaltevermögen, die Auslösestromstärke und die Einsatzspannung. Sie alle sind bei einer (hochwertigen) Sicherung auf der Hülle oder der Metallkappe angegeben.
Die Kennzeichnung erfolgt nach folgendem Prinzip:
Am einfachsten lassen sich Spannung und Stromstärke an den Einheiten „V“ und „A“ erkennen. Hier sind Größen zu wählen, die zum Einsatzzweck passen.
Die Charakteristik wird mit einem Buchstaben codiert:
FF: superflink
F: flink
M: mittelträge
T: träge
TT: superträge

Diese Einordnung gibt an, nach welcher Zeit eine Sicherung den Stromfluss unterbricht. Das ist relevant, weil es elektrische Bauteile gibt, die beim Einschalten einen hohen Stromstoß erzeugen, der jedoch schnell an Intensität verliert. Es ist nicht gewünscht, dass die Sicherung dann sofort beim Erreichen der Nennstromstärke „durchbrennt“. Stattdessen hält zum Beispiel eine träge Sicherung einem zehnfachen Nennstrom mindestens 100 Millisekunden stand, eine flinke Sicherung unterbricht den Fluss in einem solchen Fall nach weniger als 20 Millisekunden.

Für Multimeter verwenden die Hersteller in der Regel flinke Sicherungen.

Das Schaltvermögen sagt aus, welchen maximalen Strom die Sicherung unterbrechen kann. Bei 250 Volt gelten folgende Werte:

L mindestens 35 A, meist aus Glas
E mindestens 100 A, meist aus Glas mit Sandfüllung
H mindestens 1500 A, meist aus Keramik mit Sandfüllung

Hinweis: Ein zu hoher Strom kann zur Bildung eines Lichtbogens führen, der die Sicherung überbrückt. Eine Füllung mit Quarzsand ermöglicht deutlich höhere Schaltvermögen. In hochwertigen Geräten (für hohe Messbereiche) sind deshalb häufig sandgefüllte Sicherungen aus Keramik verbaut.

Welche Sicherung ist die richtige?
Wie beschrieben, gibt es Feinsicherungen mit vielen verschiedenen Eigenschaften. Um die Funktion und den Schutz des Multimeters (und seiner Anwender) zu bewahren, ist es wichtig, die vom Hersteller vorgegebenen Sicherungen zu verwenden. Entsprechende Angaben finden sich im Datenblatt und auf den verbauten Originalteilen.

Multimeter mit zwei Sicherungen
Wenn Sie Ihr Multimeter öffnen (Achtung: Garantien und Gewährleistungen können erlöschen) , werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass zwei Sicherungen verbaut sind. Dies ist bei hochwertigen Geräten mit breiten Messintervallen der Fall. Grund dafür ist, dass es eine Sicherung für den mA-Bereich und eine für den A-Bereich gibt. Auch unterscheiden sich die verbauten Elemente zum Teil nach den Messkategorien CAT III (in der Gebäudeinstallation) und CAT IV (an Hauptanschlüssen etc.). Die Umstellung auf die Schaltung mit entsprechendem Schutz erfolgt intern durch die Wahl am Stellrad, wichtig ist nur, die richtige Variante an passender Stelle einzusetzen.

Baugröße von Sicherungen
Die üblichen Abmessungen für Feinsicherungen in Europa sind 5 x 20 Millimeter. Daneben gibt es das amerikanische Maß und Sondergrößen. Die passende Bauform nach Herstellerangaben ist beim Kauf eines Ersatzteils zu berücksichtigen.

Achten Sie auf das GS-Zeichen

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie nur ein Multimeter kaufen, wenn es das GS Siegel enthält. Mit dem GS Siegel bestätigt der Hersteller, dass das Gerät von einer vertrauenswürdigen Organisationen wie dem TÜV (Technischer Überwachungsverein) oder VDE (Verband der Elektrotechnik und Elektronik) geprüft und als sicher eingestuft wurde.

Bitte beachten Sie hierzu, dass das CE Zeichen lediglich ein Verwaltungszeichen der EU und kein Prüfsiegel ist.

 

 

Das Display

Peaktech 3360 Multimeter-Display

Peaktech 3360 Multimeter-Display

Displaybeleuchtung

Eine weitere äußerst praktische Komfortfunktion ist die Hintergrundbeleuchtung für das Display, welche bei vielen Modellen integriert ist. Das ist besonders dann hilfreich, wenn Sie zum Beispiel an Orten wie dunklen Räumen oder abends in der Dämmerung etwas messen wollen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Was bedeutet die Grundgenauigkeit beim Multimeter?

Ein Multimeter misst verschiedene elektrische Größen wie Widerstand, Spannung und Strom, aber auch je nach Modell Kapazität, Frequenz und Temperatur. Die Grundgenauigkeit eines Multimeters gibt an, wie groß der mögliche Messfehler bei der gemessenen Größe und im jeweiligen Messbereich ist. Damit können Sie die maximal mögliche Abweichung Ihres Messwerts ausrechnen. Den Toleranzbereich Ihres Messwerts zu kennen ist besonders bei Messungen im Bereich Hochspannung für die Sicherheit wichtig. Aber auch bei Experimenten und anderen Arbeiten beeinflusst die Genauigkeit des Messwerts das Endergebnis. Aus diesem Grund kommt der Genauigkeit eines Multimeters eine besondere Bedeutung zu.

Das digitale Multimeter

Unter anderem wegen ihrer höheren Genauigkeit lösen digitale Multimeter analoge Geräte auf dem Markt immer mehr ab. Bei einem digitalen Multimeter wird das Messsignal in eine Zahl umgewandelt, die auf einem LED Display angezeigt wird. Die Auflösung Ihres Multimeters bestimmt dabei, wie viele Ziffern dargestellt werden.

Counts und Auflösung: Begriffserklärung

Die Auflösung Ihres Multimeters zeigt Ihnen, wie fein die gemessene Größe dargestellt werden kann. Auf einem imaginären Zahlenstrahl gibt sie die minimalen Abstände zwischen den einzelnen Markierungen ab. Bei einem Messbereich von 200,0 mV bedeutet eine Auflösung von 0,1 mV, dass die kleinste Änderung, die dargestellt werden kann, die erste Nachkommastelle betrifft. Ob die Spannung also 132,33 mV oder 132,36 mV beträgt, kann das Gerät nicht mehr unterscheiden, aber sehr wohl zwischen 132,3 und 132,4 mV.

Eng verknüpft mit der Auflösung ist der Begriff „Counts“, der auf Englisch „Schritte“ bedeutet. Ein Multimeter mit 2000 Counts kann einen Bereich von 0 bis 1999 darstellen, bei 4000 Counts sind es 3.999. Eine alternative Bezeichnung für ein Multimeter mit 4.000 Counts ist der Ausdruck „3 3/4 Stellen“. Die Zahl ist nicht als Bruch zu verstehen. Sie bedeutet, dass auf dem Display, von rechts nach links, die ersten drei Ziffern einen Wert von 0 bis 9 annehmen können. Die linke Ziffer beschränkt sich dagegen nur auf die Werte 0,1,2 und 3. Ein Multimeter mit 2.000 Counts wird demnach als Gerät mit „3 1/2 Stellen“ bezeichnet. Die linke Ziffer zeigt dann nur eine 0 oder eine 1 an.

Um die Auflösung Ihres Messgerätes in einem bestimmten Messbereich zu bestimmen, teilen Sie den Messbereich durch die Counts. Messen Sie im 2V-Messbereich mit einem 2.000 Counts Multimeter, beträgt die Auflösung

2V/2000= 1 mV

Die Genauigkeit

Mit der Anzahl der Counts kennen Sie nun die Auflösung Ihres Multimeters. Wichtig für die Zuverlässigkeit Ihrer Messung ist jedoch auch und vor allem die Genauigkeit. Die Grundgenauigkeit eines Digitalmultimeters wird in dem Format „%+Digits“ angegeben, zum Beispiel ±0,2 % + 3 Digits“. Diese Angabe bezieht sich immer auf den jeweiligen Messwert. Angenommen, Sie messen eine Spannung von 100 mV, sind 0,1 Prozent des Messwerts

100 mV*0,2%= 0,2 mV

Die angegeben Digits müssen Sie dazu addieren, um die Genauigkeit des Messung zu erhalten. In diesem Beispiel heißt das

0,2 mV+0,3 mV=0,5 mV

Das bedeutet, dass Ihr Messwert 99,5 mV bis 100,5 mV betragen kann.

Beachten Sie, dass die Genauigkeit immer vom ausgewählten Messbereich abhängt. Auf dem Datenblatt Ihres Herstellers finden Sie für jeden Messbereich und Art der Messung die dazugehörige Genauigkeit.

Welche Multimeter haben eine gute Grundgenauigkeit?

Die Wahl des richtigen Multimeters hängt davon ab, was Sie damit vorhaben. Für gelegentliches Heimwerken oder Experimente in der Schule reicht in der Regel ein Einsteigermodell wie das PeakTech 2025. Mit 6.000 Counts und einer Grundgenauigkeit von 0,5% + 4 ist es das Richtige für Anwender, die ein solides Gerät mit den wichtigsten Funktionen haben möchten, ohne allzu tief in die Tasche greifen zu müssen.

Für fortgeschrittene Anwender, die auf einen größeren Messbereich und genauere Messungen Wert legen, eignet sich ein Modell wie das Fluke 175 True RMS Multimeter. Das Gerät besitzt 6.000 Counts und weist eine Grundgenauigkeit von 0,1% auf. Sowohl bei Gleich- als auch bei Wechselstrom deckt es einen Messbereich von 0.1 mV bis 1000 V. Auch Diodentests, Frequenz- und Kapazitätsmessungen sind möglich.

Professionelle Anwender wie Techniker und Elektriker sollten auf ein Multimeter für den Industrieeinsatz vertrauen. Das Fluke 289 ist ein gutes Beispiel dafür. Mit einer Grundgenauigkeit von 0.025 % und 50000 Counts ermöglicht es extrem präzise Messungen. Mit der TrendCapture Funktion kann es die Messwerte graphisch darstellen, ohne mit einem PC verbunden zu sein. Ein Tiefpassfilter sorgt für ultragenaue Spannungs- und Frequenzmessungen bei Antriebssteuerungen mit variabler Drehzahl.

 

 

 

Welche Komfortfunktionen gibt es beim Multimeter?

 

Die HOLD Funktionen (Messwertspeicher)

Wie hoch war der Messwert doch gleich? Wie lässt sich eine Größe vernünftig messen, wenn der Blick aufs Display versperrt ist? Wenn Ihnen solche Fragen bekannt vorkommen, ist die Hold-Funktion des Multimeters ein praktisches Ausstattungsmerkmal. Sie hilft dabei, Messwerte abzuspeichern und in Ruhe abzulesen. Je nach Anwendung bieten sich verschiedene Hold-Optionen an. Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten:

Was ist Data Hold?

Data-Hold ist eine vom Prinzip sehr einfache, softwareseitige Funktion. In der Regel wird sie über eine eigene Taste angesteuert. Sobald Sie den Taster betätigen, „friert das Gerät den angezeigten Messwert ein“. Das heißt: Auf dem Display bleibt der aktuell gemessene Wert stehen. Praktisch ist das zum Beispiel, um Spannungen, Widerstände oder ähnliche Größen an schwer zugänglichen Orten zu ermitteln, wenn ein freier Blick auf die Anzeige nicht möglich ist. Komfortabel ist Data-Hold außerdem, um bei präzisen Messungen nicht den Überblick über alle Nachkommastellen zu verlieren. Nicht zuletzt sorgt das „Halten“ dafür, dass die Messwerte nicht ständig fluktuieren. Das bedeutet aber auch, dass Sie mit Data-Hold (nur) eine Momentaufnahme machen.

Was ist Auto Hold?

Auto-Hold ist eine Profi-Funktion, die mehr Freiheiten bei der Versuchsdurchführung gewährt. Ähnlich wie beim Data-Hold werden damit Messwerte fixiert. Allerdings müssen Sie dafür keine Taste am Gerät betätigen. Stattdessen speichert das Multimeter den Wert bei aktivierter Funktion automatisch ab, sobald die Messgröße als konstant erkannt wird. (Achtung: Wann ein Wert als stabil gilt, gibt in aller Regel der Hersteller vor!).

Sollte sich ein anderer Wert einstellen, ertönt bei den meisten Modellen ein akustisches Signal und das Gerät zeigt das neue Ergebnis an. Praktisch ist diese Funktion immer dann, wenn Sie selbst mit dem Versuchsaufbau befasst sind, zum Beispiel einen Kontakt herstellen, und die Messwerte nicht gleichzeitig auslesen können. Mit dem akustischen Signal weist das Gerät auf veränderte Messergebnisse hin, was für Langzeitexperimente hilfreich ist.

Im Allgemeinen bedeutet eine Speicherung des Wertes im Zusammenhang mit der Hold-Funktion, dass der Messwert dauerhaft (bis zur manuellen Löschung) auf dem Bildschirm angezeigt wird. Die Überführung in eine interne Messwerttabelle ist üblicherweise nicht vorgesehen.

Fazit für Ihre Kaufentscheidung:

Zusammenfassend bringt die Hold-Funktion einen Gewinn an Flexibilität und Komfort, mit Auto-Hold werden manche Messungen überhaupt erst möglich (hier ersetzt die Option eine helfende Hand). Grundsätzlich wird Auto-Hold vor allem für elektrische Messgrößen verwendet, dann ist der Kauf eines entsprechenden Geräts empfehlenswert. Für andere Messungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc.) ist die Option eher zweitrangig, einfache Data-Hold-Funktionen reichen hier aus.

Was bedeutet Autorange?

Das zentrale Element eines jeden Multimeters ist der Auswahlschalter, mit dem die verschiedenen Messbereiche angewählt werden. Bei näherer Betrachtung dieses Auswahlschalters werden Sie feststellen, dass ein Multimeter aus den untersten Preisklassen eine wesentlich größere Auswahlmöglichkeit für jene Messbereiche besitzt, als ein teureres Model. Wichtig zu verstehen ist, dass dies keinesfalls einen Vorteil darstellt, denn genau das Gegenteil ist der Fall.

Schauen Sie sich hierzu das folgende Beispiel anhand zwei unterschiedlicher Vielfachmessgeräte an:

Messbereichsauswahl beim Hama EM393B Multimeter

Messbereichsauswahl beim Fluke 175 Multimeter

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum hat ein Multimeter ohne Autorange so viele Messbereiche?

Die Begründung liegt darin, dass der eingestellte Messbereich prinzipiell nie kleiner sein darf, als die zu erwartende Stromstärke und eben genau diese Messbereiche aus beispielsweise Ampere, Milliampere und Mikroampere müssen Sie bei einem Multimeter wie dem Hama EM393B manuell einstellen.

Landen Sie bei einer Strommessung beispielsweise im Ampere Bereich, der Auswahlschalter ist jedoch auf Milliampere gestellt, so kann dies zu einem Schaden am Gerät führen. Genau aus diesem Grund beginnen Sie bei einer unbekannten Messgröße am Auswahlschalter immer mit dem höchsten Messbereich und tasten sich in kleinen Schritten nach unten. Diese zeitaufwändige Prozedur ist also bei jeder Messung zwingend erforderlich.

Autorange ist eine sehr nützliche Komfortfunktion

Abhilfe schafft hier die Autorange Funktion, die bereits in vielen zu erschwinglichen Preisen erhältlichen Modellen enthalten ist. Nachdem Sie mit dem Auswahlschalter den gewünschten Messbereich wie beispielsweise Ampere ausgewählt haben, überprüft das Multimeter mithilfe der Autorange Funktion automatisch, was mit den Prüfspitzen gerade gemessen wird, bzw. welche Stromstärke überhaupt vorhanden ist.

Darüber hinaus werden die Nachkommastellen im Display dementsprechend bestmöglich eingestellt. Ist eine Autorange Funktion im Multimeter vorhanden, bietet sie diesen Vorteil selbstverständlich für alle anwählbaren Messbereiche, wie beispielsweise bei der Spannungsmessung, Strommessung oder Widerstandsmessung.

Der Vorteil einer Autorange Funktion

Die Autorange Funktion ist also besonders dann hilfreich, wenn Sie einfach mal etwas nachmessen möchten, bei dem die Messgröße aber nicht von vornherein bekannt ist. Möchten Sie beispielsweise einen Widerstand innerhalb einer Schaltung messen und wissen nicht genau, was die Ringe auf dem Widerstand bedeuten, müssen Sie in diesem Fall lediglich die Widerstandsmessung auswählen und die Autorange Funktion ermittelt den Messbereich automatisch. Hierdurch verhindert die Autorange Funktion darüber hinaus, dass das Gerät durch die Wahl eines falschen Messbereiches beschädigt wird.

Der Nachteil einer Autorange Funktion

Während die Autorange Funktion gleich mehrere Vorteile für ein schnelles Nachmessen mit sich bringt, birgt sie jedoch auch Nachteile. Da die Messbereichsumschaltung prinzipiell verzögert erfolgt, ist es bei eingeschalteter Autorange Funktion beispielsweise nicht möglich, nur kurz anliegende Spannungen zu messen.

So kann es durchaus passieren, dass kontinuierlich zwischen verschiedenen Messbereichen hin- und hergeschaltet wird und Sie nichts sinnvolles vom Display ablesen können, wenn ein Schaltkreis laufend veränderte Spannungen aufweist. In diesem Fall sollte das Multimeter die Möglichkeit bieten, die Autorange Funktion deaktivieren zu können, sodass Sie in diesem Fall manuell messen können.

Fazit für Ihre Kaufentscheidung:

Die Autorange Funktion ist eine sehr sinnvolle und empfehlenswerte Komfortfunktion, aber achten Sie beim Multimeter kaufen darauf, dass diese gegebenenfalls deaktiviert werden kann.

Schnittstelle zur Messdatenauswertung am PC, Laptop oder Smartphone

Verfügt ein Multimeter über eine optische USB-Schnittstelle, lassen sich Messwerte hierüber einfach und potentialfrei zum PC oder Laptop transferieren. Wichtig zu verstehen ist hierbei, dass der Anschluss am PC oder Laptop zwar über einen der USB Slots erfolgt, auf seiten des Multimeter jedoch ein Optokoppler mit LED Sensoren zum Einsatz kommt.

Dies ist von entscheidender Bedeutung, da es durch den Optokoppler möglich ist, zwischen Multimeter und PC sauber galvanisch zu trennen. Zwischen beiden Geräten kann also niemals Strom fließen und es ist ausgeschlossen, dass der PC einen Schaden davon trägt, unabhängig davon was im Multimeter passiert.

Viele moderne Multimeter sind sogar mit einer Bluetooth Schnittstelle ausgestattet, womit es Ihnen möglich ist, das Multimeter direkt mit Ihrem Smartphone zu verbinden. Eine solche Bluetooth Verbindung ist also besonders dann von großem Mehrwert, wenn Sie mit Ihrem Vielfachmessgerät viel unterwegs sind, bzw. dort messen (und aufzeichnen) wollen, wo ein PC oder Laptop nicht mal eben mit hingenommen werden kann. Ihr Smartphone haben Sie immer dabei und kann dann schnell und bequem mit der Bluetooth Schnittstelle verbunden werden. Multimeter mit Bluetooth Schnittstelle lassen sich in der Regel mit den gängigsten Smartphone Modellen wie iOS von Apple oder Android von Samsung verbinden.

Für PC basierte Systeme wird die benötigte Software in der Regel mitgeliefert, bzw. kann diese kostenlos auf der Website vom Hersteller runtergeladen werden. Möchte man hingegen eine Messdatenauswertung via Smartphone durchführen, wird eine App benötigt, welche beispielsweise im Google Playstore oder App Store von Apple kostenfrei zum Download bereit stehen. Diese Auswerte- und Visualisierungssoftware dient primär für Makroaufnahmen, als auch zur Überwachung und Aufnahme dynamischer Übergangsdaten. Sie können diese Daten bequem auswerten, abspeichern, oder zum Beispiel ausdrucken.

Fazit für Ihre Kaufentscheidung:

Die Priorisierung dieser Komfortfunktion ist einzig und allein davon abhängig, ob Sie mit Ihrem neuen Vielfachmessgerät Daten über einen Computer auswerten möchten, oder eben nicht. Achten Sie darauf, ob die Software auf Ihrem Betriebssystem (z.B. Windows 10) funktioniert.

Der ausklappbare Aufsteller

Tacklife DM07 Multimeter mit ausgeklapptem Aufsteller

Tacklife DM07 Multimeter mit ausgeklapptem Aufsteller

Viele Multimeter besitzen an der Rückseite einen Aufsteller, welcher entweder plan am Gerät anliegt oder sich um i.d.R. bis zu 90° ausklappen lässt. Hierbei handelt es sich um eine sehr simple Komfortfunktion, welche nicht unbedingt nötig, jedoch sehr hilfreich ist.

Durch den Aufsteller können Sie das Multimeter nämlich in eine Schräglage stellen, wodurch sich zwei kleine aber feiner Vorteile ergeben:

► Besserer Blick auf das Display

► Komfortablere Bedienung des Gerätes

Fazit für Ihre Kaufentscheidung:

Prinzipiell ist ein ausklappbarer Aufsteller nichts anderes, als ein Stück Plastik auf der Rückseite vom Multimeter und hat nicht im geringsten etwas mit einer Messung an sich zu tun. Dennoch ist es eine praktische Komfortfunktion und ist ohnehin in so gut wie jedem guten Multimeter vorhanden. In unseren Produktvorstellungen weisen wir immer darauf hin, ob ein Aufsteller vorhanden ist, oder nicht.

Was kann ein Multimeter messen?

Die Messfunktionen vom Peaktech 3360 Multimeter

Die Messfunktionen vom Peaktech 3360 Multimeter

In der Messtechnik gibt es unterschiedliche Messfunktionen, mit denen jeweils bestimmte Eigenschaften gemessen werden. Die hierbei wichtigsten Messfunktionen bildet quasi das Ohmsche Gesetz mit Spannung, Strom und Widerstand. Diese Messfunktionen beinhaltet jedes seriöse Multimeter.

Je nachdem, was Sie später messen wollen, gibt es noch weitaus mehr Messfunktionen, die ein Multimeter bieten kann.

Spannungsmessung

Elektrische Spannung hat ihre Ursache in der Trennung von elektrischen Ladungen. Dadurch entsteht an einem Punkt ein Elektronenüberschuss und an anderer Stelle ein Elektronenmangel. Bei der Spannungsmessung messen Sie die Energie, die nötig ist, um die Differenz an Elektronen auszugleichen.

Bei der Messung müssen Sie zwischen Gleichspannung (DC) und Wechselspannung (AC) unterscheiden. Die Spannungsmessung wird immer parallel durchgeführt. Die Einheit der elektrischen Spannung ist Volt. Je nach Größe der Spannung ist die Angabe in Millivolt (mV), Volt (V) und Kilovolt (kV) geläufig.

Strommessung

Elektrischer Strom entsteht durch die gerichtete Bewegung von elektrischen Ladungsträgern, indem sich die Elektronen von der Seite des Überschusses zur Seite mit dem Mangel bewegen. Die technische Stromrichtung beschreibt den Stromfluss von + nach -, während der Strom physikalisch von – nach + fließt. Bei der Messung unterscheiden Sie zwischen Gleichstrom und Wechselstrom. Die Strommessung wird immer in Reihe durchgeführt.

Die Einheit des elektrischen Stroms ist Ampere. Je nach Größe des Stroms wird dieser in Mikroampere (mikroA), Milliampere (mA), Ampere (A) und Kiloampere (kA) angegeben.

Widerstandsmessung

Der elektrische Widerstand gibt an, welche Spannung nötig ist, um einen bestimmten Strom durch einen Leiter fließen zu lassen. Strom und Widerstand sind dabei umgekehrt proportional. Das bedeutet: Je größer der Widerstand ist, umso kleiner wird der Strom. Die Widerstandsmessung führen Sie immer mit parallel geschaltetem Messgerät durch.

Die Einheit des Widerstands ist Ohm (Ω). Je nach Größe des Widerstands wird dieser in Milliohm (mΩ), Ohm (Ω), Kiloohm (kΩ) und Megaohm (MΩ) angegeben.

Durchgangsprüfung

Eine Durchgangsprüfung ist im Grunde eine Widerstandsmessung. Der Unterschied ist, dass das Messgerät Ihnen hier beim Unterschreiten eines bestimmten Widerstandswertes ein akustisches Signal gibt. Die Funktion wird zum Beispiel zur Überprüfung von Drähten, Lampen und Lötstellen eingesetzt.

Bei der Durchgangsprüfung wird, genau wie bei der Widerstandsmessung, ein Wert in Ohm angezeigt. Wichtiger ist allerdings das akustische Signal bei Durchgang.

Diodenprüfung

Eine Diode ist ein elektronisches Bauteil, welches über eine Durchlassrichtung und Sperrrichtung verfügt. In Durchlassrichtung genügt eine kleine Spannung, damit Strom fließt. In Sperrrichtung weist die Diode einen großen Widerstand auf. Bei der Diodenprüfung mit einem Multimeter messen Sie beide Richtungen durch.

Dioden besitzen keine Einheit. Das Multimeter zeigt in Durchlassrichtung jedoch in der Regel die Durchlassspannung der Diode in Volt (V) an. In Sperrrichtung darf kein Wert erscheinen.

Kapazitätsmessung

Eine Kapazität bezeichnet die Eigenschaft eines Stoffes, eine elektrische Ladung aufzunehmen, zu speichern und wieder abzugeben. Ein Bauteil mit einer Kapazität können Sie sich wie eine winzige Batterie vorstellen. Bauteile mit einer Kapazität werden als Kondensatoren bezeichnet. Zum Messen der Kapazität erzeugt das Multimeter eine Spannung und beobachtet das Verhalten des Bauteils an dieser Spannung.

Die Einheit der Kapazität ist Farad. Aufgrund der enormen Größe der Grundeinheit arbeiten Sie in der Elektrotechnik meist mit Millifarad (mF), Mikrofarad (mikroF) und sogar Pikofarad (pF).

Temperaturmessung

Die Temperaturmessung ermittelt die Temperatur an einem Ort mithilfe eines Messfühlers. Die Messung setzen Sie zum Beispiel bei der Fehlersuche ein, um eine übermäßige Erwärmung festzustellen. Die Bezugstemperatur von 0 °C ist die Gefriertemperatur von destilliertem Wasser. Der Messfühler besteht aus einem Thermoelement, welches seinen elektrischen Widerstand in Abhängigkeit von der Temperatur ändert.

Die Einheit der Temperatur ist das Grad Celsius. Das Messgerät zeigt auch immer einen Wert in Grad Celsius (°C) an.

Frequenzmessung

Die Frequenz einer Spannung gibt an, wie schnell diese ihren Wert verändert. Jeder Wert steht für eine volle Periode, also eine positive und eine negative Schwingung um einen Mittelwert. Die Netzspannung in Deutschland besitzt eine Frequenz von 50 Hz, schwingt also 50 Mal pro Sekunde auf und ab.

Die Einheit der Frequenz ist Hertz. Meist werden Frequenzen in Hertz (Hz), Kilohertz (Hz) und Megahertz (Hz) angegeben.

Helligkeitsmessung

Die Helligkeitsmessung misst die Beleuchtungsstärke auf einer bestimmten Fläche. Die Messung dürfen Sie nicht mit der Messung des Lichtstroms verwechseln, da Sie hier eine andere Einheit als Ergebnis erhalten. Der Lichtstrom passiert nur einen Punkt, während die Beleuchtungsstärke die Ausleuchtung der ganzen Fläche betrachtet. Die Messung wird mithilfe eines fotoelektrischen Bauteils vorgenommen, welches seinen Widerstand in Abhängigkeit vom Lichteinfall verändert.

Die Einheit der Helligkeit ist Lux. Meist werden Helligkeiten in Lux (lx) angegeben, eine Umrechnung in größere oder kleinere Einheiten ist hier nicht üblich. Die Einheit darf nicht mit Lumen bei der Lichtstrommessung verwechselt werden!

Lautstärkemessung

Multimeter zur Messung der Lautstärke messen eigentlich den Schalldruckpegel und errechnen darüber die Lautstärke. Häufig wird diese Messung auch als Rauschmessung oder Schallpegelmessung bezeichnet. Während der Messung dürfen Sie das im Multimeter eingebaute Mikrofon nicht verdecken, da Sie andernfalls zu niedrige Werte erhalten.

Die Einheit der Lautstärke ist das Bel. Lautstärken im Hörbereich des Menschen und Referenzwerte werden aber fast ausschließlich in Dezibel (dB) angegeben.

Feuchtigkeitsmessung

Eine Messung der Feuchtigkeit wird meist mit einer kapazitiven Messmethode vorgenommen. Dabei erzeugt eine Kapazität ein elektrisches Feld, welches je nach Feuchtigkeitsgehalt gestört wird. Das Multimeter errechnet Ihnen aus den erhaltenen Werten die relative Luftfeuchtigkeit in der Luft oder an einer Oberfläche.

Die Einheit der Feuchtigkeit ist die relative Luftfeuchtigkeit in Prozent. Die Angabe erfolgt ausschließlich durch ein Prozentzeichen und der Wert kann nie höher als 100 % sein.

Kurzübersicht aller Messfunktionen und ihre Relevanz

Unabhängig davon, ob Sie Einsteiger, fortgeschritten oder Profianwender sind, gelten die Messfunktionen Spannung, Strom und Widerstand als unabdingbar. Weitere Messfunktionen können für Sie entweder unwichtig sein, oder je nach Bedarf an Bedeutung dazugewinnen.

Bitte beachten Sie, dass die folgende Auflistung lediglich eine grobe Richtungsweisung der Redaktion darstellt, welche auf Empfehlungen von Profianwendern basieren. Ob beispielsweise Durchgangsprüfung und Diodenprüfung stets im Multimeter enthalten sein sollten, sind Themen über die sich streiten lässt. Ziel der folgenden Tabelle ist lediglich, Ihnen eine vernünftige Basis zur späteren Kaufentscheidung zu bieten.

Einsteiger Fortgeschrittene Profianwender
 

Pflicht
(bis mindestens)

 

 

Bei Bedarf
(bis mindestens)

 

 

Pflicht
(bis mindestens)

 

 

Bei Bedarf
(bis mindestens)

 

 

Pflicht
(bis mindestens)

 

 

Bei Bedarf
(bis mindestens)

 

Spannungsmessung 250 V 1000 V 5000 V
Strommessung 2A 10 A 20 A
Widerstandsmessung 1000 Ω 10 kΩ 50 MΩ
Durchgangsprüfung X X X
Diodenprüfung X X X
Kapazitätsmessung 200 mikroF 100 mF bis 1 F
Temperaturmessung 0 °C – 100 °C -20 °C bis 250 °C -50 °C bis 1000 °C
Frequenzmessung 100 kHz 1 MHz 10 MHz
Helligkeitsmessung X 4000 lx 40000 lx
Lautstärkemessung 35 db – 90 dB 35 db – 100 dB 35 db bis mindestens 110 dB
Feuchtigkeitsmessung 40 % bis 90 % 35 % bis 95 % 30 % bis 99 %